Diabetes und Zähne: erhöhtes Risiko für Parodontitis

23. Mai 2019
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Aufgepasst: Wer “Zucker” hat, sollte auf das Gebiss achten.

Zwei ganz verschiedene Krankheitsbilder — und doch haben sie so manches gemeinsam. Diabetes und Parodontitis entwickeln sich still und heimlich ohne Beschwerden und werden oft erst spät bemerkt. Beide treten so häufig auf, dass sie als Volkskrankheiten gelten. Allein deshalb verwundert es nicht, dass viele Diabetiker auch eine Parodontitis haben.

Von Parodontitis sprechen Zahnärzte bei einer Entzündung des Zahnhalteapparates, der den Zahn im Kiefer verankert. Die Entzündung soll Bakterien abwehren, die sonst ins Körperinnere gelangen. Diese Bakterien siedeln sich als Beläge auf den Zähnen an und bewirken zunächst, dass sich das Zahnfleisch entzündet. Wandern sie weiter zum Zahnhals, löst sich das Zahnfleisch allmählich vom Zahn und bildet eine Tasche. Ohne Behandlung dringen die Bakterien in Richtung Gewebe und Knochen vor. Der Zahnhalteapparat wird geschwächt, der Zahn lockert sich und fällt aus.

Menschen mit Diabetes erkranken dreimal so oft an einer Parodontitis wie Nicht-Diabetiker. Das liegt vermutlich daran, dass erhöhte Blutzuckerwerte die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen und Entzündungen begünstigen können. Sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes verläuft die Parodontitis schwerer, schreitet schneller fort und führt häufiger zu Zahnverlust. Inzwischen gilt sie als weitere Folgekrankheit des Diabetes — neben möglichen Schäden an Herz, Nieren, Augen oder Nerven.
Um Parodontitis zu vermeiden ist eine sehr gründliche Zahnpflege ist besonders wichtig.

  • unbedingt zweimal täglich Zähne putzen – am besten morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen.
  • Zahnpasta mit zugesetztem Fluor, sowie die einmal wöchentliche Verwendung eines speziellen hochdosierten Fluoridgels verbessert die Remineralisierung des Zahnschmelzes.
  • Zahnzwischenräume lassen sich mit Zahnseide oder Zwischenraumbürsten reinigen.
  • Desinfizierende Mundspüllösungen bekämpfen Bakterien; zuckerfreie Zahnpflegekaugummis neutralisieren schädliche Säuren, die nach dem Essen die Zähne angreifen.
  • Wichtig ist die richtige Zahnputztechnik. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin in unserer Praxis.

Originalartikel: diabetes-ratgeber.net

 

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