DIAGNOSTIK UND BEHANDLUNGSPLANUNG

Hier erhalten Sie die wesentlichen Informationen über die zahnärztliche Diagnostik und Behandlungsplanung, die aktuellen Möglichkeiten der Karies-Diagnostik mit unterschiedlichsten Methoden und Maßnahmen sowie über typische Funktionsstörungen im Gebiss.

Dr. med. dent. Stephan C. Kuhlow


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ALLES NACH PLAN

Eine umfassende Planung ist in der modernen Zahnmedizin eine Selbstverständlichkeit. Auch in der Ästhetische Zahnheilkunde ist sie erforderlich, um alle medizinischen und ästhetischen Behandlungsschritte sorgfältig und vorausschauend in einen optimalen Prozess zu integrieren.

Die Behandlungsplanung beginnt bei uns mit einer umfassenden Analyse des Ist-Zustandes und mündet, nach Definition des Soll-Zustandes, in einen detaillierten Plan, in dem der zeitliche Verlauf und die aufeinander abgestimmten Behandlungsschritte für Sie wie für uns genau dokumentiert werden.

Die wesentlichen Schritte, die je nach Bedarf geplant werden, umfassen die Fachgebiete und Behandlungsformen:

  • Individualprophylaxe
  • Parodontologie
  • Kieferorthopädie
  • Funktionsdiagnostik, ggf. Schienentherapie
  • Bleaching
  • Füllungstherapie im Front- und Seitenzahnbereich mit Komposit, ggf. zunächst provisorisch
  • Seitenzahnästhetik: Inlays, Onlays und Teilkronen aus Vollkeramik
  • Frontzahnästhetik: Veneers aus Vollkeramik, direkt und indirekt
  • Kronen und Brücken aus Vollkeramik
  • Teil- und Vollprothesen
  • Implantate

DIAGNOSTIK: DER IST-ZUSTAND WIRD FESTGESTELLT

Diagnostik im medizinischen Sinne dient der Feststellung des gesundheitlichen Zustandes des Patienten. In der Zahnmedizin geht es um die Feststellung des momentanen Zustandes Ihres Gebisses und der damit verbundenen Körperteile. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zu erkennen, dass auch ein kranker Zahn bzw. ein dentaler Herd negative Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben kann: wir nennen dies die so genannte Fokus- oder Herdlehre.

Zum Erkennen dentaler Probleme wenden wir die folgenden Diagnose-Verfahren an:

TAKTILE DIAGNOSTIK

Nur mit einer stumpfen und nie mit einer spitzen zahnärztlichen Sonde werden dabei die Zahnflächen abgetastet. Eine spitze Sonde sollte nie Verwendung finden, da sie Schmelzschäden verursachen kann!

VISUELLE DIAGNOSTIK

Die visuelle Diagnostik erfolgt mittels Befragung und eingehender, systematischer zahnärztlicher Untersuchung bzw. Inspektion der einsehbaren Bereiche Ihres Mundraumes und aller Zähne. Zur weiteren Verbesserung der visuellen Diagnostik arbeiten wir in unserer Praxis ausschließlich mit Lupenbrillen.

RADIOLOGISCHE DIAGNOSTIK

Diese wird in unserer Praxis mittels dreier digitaler Kleinröntgengeräte und eines digitalen Großröntgengerätes, die die nicht einsehbaren Bereiche Ihres Mundraumes erfassen und für uns sichtbar machen können, durchgeführt.

Bei auf ein Minimum reduzierter Strahlenbelastung bedeutet dies für uns ein Maximum an diagnostischer Information. In diesem Zusammenhang kommen verschiedene Aufnahmetechniken zur Anwendung: so genannte Bissflügelaufnahmen werden beispielsweise dann gefertigt, wenn Karies an den Kontaktflächen der Zähne – so genannte Approximalräume – diagnostiziert werden soll. Trotz der Anwendung digitaler Systeme muss die Anwendung der radiologischen Diagnostik wegen der Strahlenbelastung immer streng abgewogen werden.

LICHTOPTISCHE DIAGNOSTIK

Laserfrequenzspektroskopie: mit einem hochmodernen Laser-Diagnostik-Gerät – genannt Diagnodent von der Firma KaVo – zum Erkennen kleinster kariöser Läsionen auf der Kaufläche und an den Kontaktflächen zwischen den Zähnen, den Approximalflächen.

Faseroptische Transillumination (FOTI): die Betrachtung eines Zahnes im durchscheinenden Licht mit einer speziellen Lichtquelle – als Alternative zur radiologischen Kariesdiagnostik mit Bissflügelaufnahmen. Allerdings ist diese Methode vergleichsweise ungenau.

BEURTEILUNG VON KARIESRISIKO UND KARIESAKTIVITÄT

Das Kariesrisiko definiert die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines bestimmten Zeitraums an Karies zu erkranken, während die Kariesaktivität die Wahrscheinlichkeit definiert, dass bestehende kariöse Läsionen weiter voranschreiten. Sowohl Kariesrisiko als auch Kariesaktivität werden für jeden Patienten – für Erwachsen wie auch für Kinder – individuell bestimmt, wobei das Auftreten der Karies, die so genannte Kariesinzidenz im Kindesalter besonders hoch ist.

KARIESVERLAUFSKONTROLLE – KARIESMONITORING

Kariesmonitoring ist die Beobachtung eines kariösen Prozesses über einen definierten Zeitraum mit dem Ziel, diesen durch geeignete präventive Maßnahmen zum Stillstand zu bringen. Dabei können alle oben genannten Maßnahmen der Kariesdiagnostik Anwendung finden.

SPEZIAL-FUNKTIONSDIAGNOSTIK

Diese erfolgt manuell (manuelle Funktionsdiagnostik) oder mittels hochsensibler gnathologischer Instrumente und Apparate (Artikulator, Gesichtsbogen, elektronische Diagnosesysteme des Kiefergelenks), mit denen wir die Kräfte und Gleitbewegungen des Kiefers ermitteln (instrumentelle Funktionsdiagnostik).

Die zunächst durchgeführte Situationsabformung beider Kiefer und die daraus resultierenden Modelle dienen als Basis für diagnostische Betrachtungen (Frühkontakte u. ä.), aber auch für die Anfertigung von Provisorien, Schienen, Bohrschablonen und vielem mehr.

DIE KAUFUNKTION PRÜFEN, UM SCHÄDEN ZU VERMEIDEN

Die einwandfreie Kaufunktion ist die wichtigste Aufgabe des Gebisses. Die Kauflächen der sich gegenüber liegenden Seitenzähne des Ober- und Unterkiefers müssen beim Aufeinanderliegen eine reibungslose Gleitbewegung der Zähne ermöglichen. Stehen zum Beispiel einzelne Zähne schief, kann das zu einer Überanstrengung des gesamten Kausystems führen. Aber auch falsch rekonstruierte Kauflächen können zu solchen folgenschweren Störungen führen – den so genannten Funktionsstörungen.

Infolge der großen Hebelkräfte, die beim Kauen wirken, haben solche Funktionsstörungen eine weit reichende Auswirkung auf die gesamte Kaumuskulatur – und oftmals auch darüber hinaus: Verspannungen und Schmerzen in der Muskulatur, aber auch Schmerzen an den Kiefergelenken bis hin zu Blockaden können die Folge sein. Hinzu kommen Schäden am Zahnschmelz, die so genannten Abrasionen, sowie das mögliche Wegbrechen von Zähnen, wenn diese den Belastungen nicht mehr standhalten.

AUCH STRESS KANN ZÄHNE ZERSTÖREN

Stress kann zu Funktionsstörungen im Gebiss führen – zum Beispiel durch nächtliches Kieferpressen und Zähneknirschen (Bruxismus). Dabei handelt es sich meist um unbewusste natürliche Reaktionen des Körpers auf außergewöhnlich starke geistige Anstrengungen. Leider werden die Auswirkungen oft erst dann wahrgenommen, wenn die Verspannungen Schmerzen verursachen oder Abnutzungserscheinungen an den Zähnen sichtbar oder spürbar werden.

FUNKTIONSSTÖRUNGEN IM GEBISS: SCHMERZEN IN KOPF- UND RÜCKEN

Funktionsstörungen können aber noch viel weit reichender wirken und in anderen Körperbereichen zu Beschwerden führen, weil Zahnreihen, Kiefergelenke, Kiefer- und Kopfmuskulatur eine funktionelle Einheit bilden und durch ihr Zusammenspiel Wechselwirkungen in anderen Körperteilen – meist im Kopf-, Nacken- und Rückenbereich – auslösen. Diese führen dann erneut zu Verspannungen, die sich mitunter sehr schmerzhaft äußern, ohne dass ihre Ursachen zu erkennen sind.

Bei der Funktionsanalyse ist deshalb umfangreiches zahnmedizinisches, aber auch interdisziplinäres, Wissen gefragt, um die Ursachen und Wirkungen präzise erkennen und sichere Entscheidungen treffen zu können. Die klinische Untersuchung widmet sich besonders den Zahnreihen, der Muskulatur und den Kiefergelenken. Erkennbare Fehlstellungen der Zähne, übermäßiger Schmelzverschleiß, Zahnfleischrückgang sowie Muskel- und Kiefergelenksbeschwerden geben uns bereits die ersten wichtigen Hinweise.

Darüber hinaus verwenden wir hochsensible gnathologische Instrumente, um möglichst genaue Messwerte zu erlangen, mit deren Hilfe wir die Krafteinwirkung sowie die individuellen Gleitbewegungen des Kiefers ermitteln und die Ergebnisse in die Behandlungsplanung übernehmen.

Treffen wir auf komplexere medizinische Problemsituationen kooperieren wir – je nach Erfordernis und Bedarf – mit anderen Fachärzten, etwa aus den Gebieten Neurologie, Psychologie, Physiotherapie, Orthopädie und Schmerztherapie.

PLANUNG DER RESTAURATION ANHAND VON ABFORMUNGEN UND MODELLEN

Abformungen dienen der originalgetreuen Nachbildung der Kiefer und Zahnreihen als Wachs- oder Gipsmodell. Mithilfe der ermittelten Messwerte lässt sich am Modell dann die zu erreichende Idealsituation im Mundraum exakt planen. Die Zähne des Modells werden so präpariert und mit speziellen Wachsen im Waxup-Verfahren aufmodelliert, bis sie genau in der Form sind, die sie auch nach der Behandlung haben sollen.

Mit einem so genannten Artikulator, der die Kieferbewegungen anhand der persönlichen Messwerte simuliert, können wir überprüfen, ob die Kaufunktion nach der Restauration gewährleistet sein wird.

Nach eingehender Prüfung des Modells werden auf seiner Grundlage dann die endgültigen Restaurationen angefertigt.

Mit einem so genannten Gesichtsbogen, auch Transferbogen genannt, können individuell bei einem Patienten gemessene Parameter in den Artikulator übertragen werden. Somit kann die Lage des Oberkiefers (Maxilla) im Verhältnis zur Schädelbasis bzw. zum Kiefergelenk bestimmt werden. Auf diese Weise werden störende Kontakte im neuen Zahnersatz vermieden, der Biss – die so genannte Okklusion und Artikulation – ist stimmig.

Mit hochmodernen elektronischen Diagnosesystemen können darüber hinaus Kiefergelenksbahnen definiert und wichtige Messwerte des Kauapparates erfasst werden, wobei das Ziel letztlich die Herstellung einer harmonischen Kaufunktion ist.

Nicht selten ist auch eine kieferorthopädische Vorbehandlung mittels „Aufbiss-Schienen“ und Physiotherapie erforderlich, um den Biss zu heben, eine so genannte Schienentherapie.

ÄSTHETISCHE ASPEKTE PLANEN: ERGEBNISSE AM MODELL VORAUSSEHEN

Die ästhetische Komponente der Behandlung ist von vornherein ein fester Bestandteil unserer Planung. Wir prüfen die Symmetrie der Zahnreihen, die Lachlinie und die Größenverhältnisse der Zähne untereinander und erkennen, ob Fehlstellungen, Verfärbungen oder andere Merkmale einzelner Zähne die optische Harmonie stören.

Anhand dieses Protokolls erläutern wir Ihnen umfassend und ausführlich unsere Lösungsvorschläge. Die präzise Planung erfolgt auch dabei anhand des Gipsmodells, das das angestrebte Resultat realistisch darstellt.

Um Ihnen und uns aber einen ganzheitlichen Eindruck von den zu erwartenden Veränderungen zu vermitteln, simulieren wir den Sollzustand zusätzlich mithilfe spezieller Kunststoffteile in Ihrem Mund. Gemeinsam mit Ihnen können wir so die Farbdetails abstimmen und nochmals prüfen, ob das angestrebte Ergebnis der Behandlung Ihren Vorstellungen entspricht. Darüber hinaus dient uns das oben genannte Waxup als diagnostisches Simulationsverfahren, bei dem das angestrebte Behandlungsergebnis in Form eines Wachsabbildes demonstriert wird.

FAZIT

Im Ergebnis aller Diagnose-Verfahren liegt uns ein Befund vor, der uns und Ihnen zusammengefasst sagt, wie der gegenwärtige Zustand Ihres Gebisses zu bewerten ist, welcher zahnmedizinische Handlungsbedarf besteht und welche Möglichkeiten oder Erfordernisse aus zahnästhetischer Sicht bestehen.

Unter Abwägung aller methodischen Vor- und Nachteile der verschiedenen diagnostischen Möglichkeiten wird in Abhängigkeit vom Alter, Zahnstatus, Kariesrisiko und funktionellen Störungen das adäquate Diagnoseverfahren gewählt.

Auf der Basis dieser diagnostischen Informationen wird der Patient schließlich den präventiven und restaurativen Maßnahmen zugeführt. Dabei steht in unserer Praxis der präventive Gedanke, das heißt das Verhindern des Eintretens einer pathologischen Veränderung der Mundhöhle – wie durch Karies und Parodontitis – immer im Vordergrund.

In diesem Zusammenhang ist die Individualprophylaxe wichtigster Baustein für einen naturgesunden und ästhetischen Gebisszustand!

In unserer Praxis können Sie voll und ganz darauf vertrauen, dass jeder Behandlungs- und Arbeitsschritt nach den neuesten Standards und mittels modernster Techniken und Methoden erfolgt.

UNSER SERVICE FÜR SIE: BEHANDLUNG IN VOLLNARKOSE

Als besonderen Service bieten wir unseren Patienten in unserer Praxis die Möglichkeit, sämtliche ästhetische Behandlungsmaßnahmen unter Voll- bzw. Intubationsnarkose, ITN, durchführen zu lassen. Auf diese Weise ist die Behandlung für Sie sehr effektiv, und vor allem Angst- oder Phobiepatienten haben die Option, so zu sagen im Schlaf zu einem wunderschönen Lächeln zu gelangen.

Unsere Zahnärzte und unser Narkoseteam Narkomobilo kooperieren seit vielen Jahren und verfügen mittlerweile über die Erfahrung aus mehreren Tausend Operationen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen die wesentlichen Informationen über die zahnärztliche Diagnostik und Behandlungsplanung, die aktuellen Möglichkeiten der Karies-Diagnostik mit unterschiedlichsten Methoden und Maßnahmen sowie über typische Funktionsstörungen im Gebiss vermitteln konnten. Für weitere Fragen rund um dieses Thema steht Ihnen unser Praxisteam selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Dr. med. dent. Stephan C. Kuhlow


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