Tipps für gesunde Zähne

14. Februar 2018
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Gesunde, weiße Zähne sehen nicht nur gut aus, sie machen auch selbstbewusst! Sie zu erhalten ist im Grunde nicht schwer – wenn du ein paar wichtige Grundregel beherzigst und die häufigsten Fehler vermeidest. Fast 100 Prozent aller Menschen leiden irgendwann einmal an einer Karieserkrankung. Das Grundproblem: Zucker und allgemein Stärke werden im Mund durch Bakterien abgebaut, dabei entstehen zahnschädigende Säuren. Diese führen letztlich zur Entstehung von Karies.
1. Zähne putzen
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein: Putze mindestens morgens und abends, jedoch nicht unmittelbar nach den Mahlzeiten. Vor allem durch saure Lebensmittel wird der Zahnschmelz angegriffen, erst nach etwa einer halben Stunde ist er wieder vollkommen widerstandsfähig.
2. Zucker zwischendurch vermeiden
Mit jeder Mahlzeit entstehen im Mund Säuren, als Nebenprodukt des bereits im Mund einsetzenden Abbaus von Kohlenhydraten. Das ist im Grunde nicht weiter schlimm, denn durch Speichel werden die Säuren mit der Zeit wieder neutralisiert. Dieser Prozess lässt sich durch Zähneputzen oder durch Kaugummikauen noch beschleunigen, denn Kauen regt den Speichelfluss an.
Wer nun aber ständig für Zucker-Nachschub sorgt, sei es im Kaffee, Tee, mit Bonbons oder anderen Speisen, der setzt diese natürliche Schutzfunktion des Körpers außer Kraft. Die Folge ist ein ständig erhöhter Säurespiegel um Mund, die Entstehung von Karies ist auf Dauer unausweichlich!
3. Vollwertige, abwechslungsreiche und mineralstoffreiche Ernährung
Eine abwechslungsreiche Vollwerternährung kommt ohne übermäßigen Zuckeranteil aus. Obst und Gemüse enthalten hingegen viele Faserstoffe, die ganz natürlich zur mechanischen Reinigung der Zähne schon während des Kauens beitragen. Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil solltest du hingegen so oft wie möglich vermeiden. Auch ohne Zuckerzusatz ist der Kohlenhydratanteil unserer Nahrung fast immer ausreichend hoch. Verbanne am besten einige Lebensmittel vom Speiseplan: Gesüßte Getränke wie Limo, Eistee, Energy Drinks und viele Fruchtsäfte Cornflakes und ihre zahlreichen verwandten “Frühstücksflocken” Bonbons, Lutscher und zuckerhaltige Kaugummis Schokocreme als Brotaufstrich (oder du machst deinen eigenen mit reduziertem Zucker oder gar mit Xucker) Ein totaler Verzicht ist natürlich nicht notwendig, wohl aber ein bewusster Umgang mit diesen Lebensmitteln. Auch Schokolade, Schokoriegel, Gummibärchen und andere Speisen sind kleine Zuckerbomben, die eben nicht ständig im Mund explodieren sollten.

Für einen widerstandsfähigen Zahnschmelz benötigt der Körper einige Mineralstoffe, vor allem Kalzium. Über den Speichel wird es den Zähnen wohl dosiert zur Verfügung gestellt, sofern es in der Nahrung ausreichend vorkommt. Wichtige Kalziumlieferanten sind Milchprodukte, grüne Gemüse und Mineralwasser. Dagegen sind z.B. Wurst, Fleisch, Schokolade und Alkohol so genannte Kalziumräuber, zu ihrer Verstoffwechselung verbraucht der Körper Kalzium. Um die Frage, ob zusätzlich Fluoride notwendig sind und ob bei diese Verbindungen Schaden oder Nutzen überwiegen, ranken sich viele Mythen. Letztlich sollte jeder selbst entscheiden und sich umfassend und möglichst neutral und seriös informieren.

4. Zucker durch Xylitol (Birkenzucker) ersetzen
Wenn der Kaffee oder Tee zwischendurch gesüßt sein muss, dann ersetze den Zucker durch andere Süßstoffe, am besten durch Xylitol (auch bekannt als Xucker oder Birkenzucker). Diese Zuckerart wird von den Bakterien im Mund nicht verstoffwechselt, die Entstehung von Säuren effektiv verhindert. Zahlreichen Studien zufolge hilft die regelmäßige Aufnahme von Xylitol dabei, Karies zu vermeiden und vorzubeugen. Aus diesem Grund lässt sich mit Xylitol sogar Zahncreme selbst herstellen. Alternativ kannst du auch dieses Rezept für selbstgemachtes Zahnputzpulver aus Xylit, Natron, Rosenblütenblättern und Heilerde verwenden.
5. Keine zu harte Zahnbürste verwenden
Wer wegen falscher Ernährung häufig an Zahnbelägen leidet, neigt zum Reflex: Lieber möglichst lange und fest die Zähne putzen! Doch das ist ein Fehler, denn durch eine zu harte Zahnbürste und zu viel Druck wird der Zahnschmelz geschädigt, insbesondere der empfindliche Bereich am Zahnfleisch und den Zahnhälsen. Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischrückgang (Parodontose) können die Folge sein. Bohren beim Zahnarzt ist unangenehm, aber vermeiden kannst du es nur mit kontinuierlich guter Zahnpflege und Mundhygiene. Auf diese Dinge kommt es an! von Smabs Sputzer [CC-BY-2.0] Benutze deshalb immer eine weiche Zahnbürste, diese dafür regelmäßig. Wenn Beläge nur maximal einige Stunden anhaften, entfernt auch eine weiche Zahnbürste diese spielend. Nebenbei sorgt sie für eine durchblutungsfördernde Massage des Zahnfleischs, ohne es zu schädigen. Elektrische Zahnbürsten sind zwar nützliche Helferlein, werden aber häufig falsch angewendet. Zu harte Borsten, viel Druck und zu intensives und zu langes Putzen der selben Stellen führen zu den gleichen Problemen wie eine zu harte Handzahnbürste. Die richtige Putztechnik spielt natürlich auch eine Rolle. Kreisende Bewegungen sind schrubbenden Hin-Her-Bewegungen vorzuziehen. Genauer kann es natürlich der Zahnarzt erklären.
6. Wenn Putzen nicht möglich ist.
Kaugummi kauen Unterwegs oder im Büro ist das Zähneputzen nicht immer möglich. Zahnpflegekaugummis sind zwar kein Ersatz, sie helfen aber zumindest dabei, die Säuren im Mund rasch zu neutralisieren und unterstützen so den Erhalt gesunder Zähne. Besonders Zahnpflegenden Kaugummi gibt es auch mit Xylitol.
7. Mundspülung aus Natron und Xylitol verwenden
In einem früheren Beitrag haben wir die selbst gemachte Mundspülung zur Kariesvorbeugung und für frischen Atem ausführlich beschrieben. Diese wirkt ausgezeichnet, ist sehr einfach herzustellen, und auch noch viel günstiger als handelsübliche Spülungen!
8. Zahnseide
benutzen Selbst die beste Bürste kommt nicht in jede Ritze. Verwende deshalb zumindest einmal täglich Zahnseide. Für mich hat sich ein spezieller Bügel zum Einspannen der Seide als besonders effektiv erwiesen, da er besonders einfach anzuwenden ist, die Finger schont und man damit wirklich jeden Zahnzwischenraum erreicht: Alternativ zur Zahnseide gibt es auch viele Menschen, die auf Interdentalbürsten schwören.
9. Zungenbakterien entfernen
Nach dem Putzen bleiben immernoch viele zahnschädigende Bakterien auf der Zunge zurück, die unter anderem für schlechten Atem verantwortlich sind. Abhilfe schafft ein Zungenschaber: Es geht aber auch viel einfacher. Den selben Zweck erfüllt ein normaler Esslöffel, mit dessen Kante nach dem Zähnepuzen einmal von hinten nach vorn über die Zunge geschabt wird. Das ist etwas günstiger als ein Zungenschaber.
10. Ölspülung für gesunde Zähne
Eine weitere Möglichkeit, ganz natürlich zur Zahngesundheit und Mundhygiene beizutragen, ist das so genannte Ölziehen. Dabei wird ein Schluck Pflanzenöl (z.B. Kokosöl, Sesamöl oder Olivenöl) bis zu 20 Minuten im Mund behalten und durch die Zähne gezogen. Das Öl bindet Bakterien und Giftstoffe, die sich zwischen den Zähnen sammeln und sonst nur schwer zu entfernen sind. Mehr zum Ölziehen erfährst du in diesem Beitrag.
11. Regelmäßig zum Zahnarzt
Die besten Tipps ersetzen jedoch nicht den Gang zum Fachmann: Nur durch den regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt können vorhandene Schäden erkannt und beseitigt werden. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns!

Quelle: https://www.smarticular.net/12-tipps-fuer-gesunde-zaehne-darauf-kommt-es/
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