Weisheitszähne: Warum sie oft raus müssen?

10. November 2021
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Bei den meisten Menschen beginnt das Grübeln über Weisheitszähne spätestens, wenn sie erfahren, dass sie gezogen werden sollen. Mit der Angst kommt auch die Neugier. Viele Fragen, auf die man auf Anhieb keine Antworten bekommt. Wozu sind diese Dinger? Warum hab ich sie überhaupt? Brauche ich sie? Die Antworten sind gar nicht so einfach.

Weisheitszähne liegen ganz hinten im Mund, einer am Ende jeder Zahnreihe. Oft sind sie erst zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr voll entwickelt und brechen auch erst dann durch. Und das auch nicht bei jedem. Viele sehen sie als Störenfriede im Mund, weil sie oft nicht in die Zahnreihe passen und Beschwerden verursachen können.
Weisheitszähne gelten als Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit, in der die Menschen noch ein größeres Gebiss hatten. In der Steinzeit mussten unsere Vorfahren ihre Nahrung meist unverarbeitet zerkauen. Weisheitszähne werden auch Achter genannt, weil sie zusätzlich zu den sieben regulären Zähnen in jedem Quadran­ten unseres Gebisses ganz hinten im Kiefer angelegt sind. Heute ist der Kiefer bei den meisten Menschen zu klein für diese „Extra-Zähne“. Eine Zeitlang wurden sie deshalb fast immer entfernt. Da aber nicht jeder Weisheitszahn Probleme macht und ein Eingriff mit Komplikationen verbunden sein kann, sind Zahnärztinnen und Zahnärzte mittlerweile etwas zurückhaltender.

Nicht alle Weisheitszähne brechen nicht immer in die Mundhöhle durch: Bei vielen jungen Erwachsenen bleibt mindestens ein Weisheitszahn im Kiefer. Manchmal bricht ein Weisheitszahn nur teilweise durch: Seine Krone ist dann immer noch etwas von Zahnfleisch bedeckt, oder er schiebt sich nicht so weit in die Mundhöhle wie andere Zähne.

„Weisheitszähne sind überflüssig, machen nur Ärger und müssen deswegen weg!“ – so oder so ähnlich wird es häufiger formuliert. Doch das stimmt so nicht. Natürlich führt bei Schmerzen und nach einer entsprechenden Diagnose kein Weg dran vorbei, dass der Weisheitszahn entfernt werden muss. Wenn er aber überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet, besteht auch kein Grund, ihn zu entfernen. Und gefährlich sind Weisheitszähne keineswegs. Nur unter Umständen schmerzhaft, und dann besteht Handlungsbedarf. Nicht oder nur teilweise durchgebrochene Weisheitszähne verursachen oft keine Probleme. Es kann aber auch zu Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen am Zahnfleisch kommen. Zudem können benachbarte Zähne beschädigt und Karies begünstigt werden.
Wenn Weisheitszähne durchbrechen, ist es ähnlich: Manchmal fügen sie sich problemlos am Ende der Zahnreihe ein. Sie können aber auch andere Zähne verschieben, quer wachsen und zu Entzündungen oder anderen Komplikationen führen.

Wer sich wegen seiner Weisheitszähne Sorgen macht, lässt sich am besten zahnärztlich beraten. Zunächst werden die Beschwerden erfragen und die Mundhöhle und den Kiefer untersucht. Um zu sehen, wie die Weisheitszähne liegen, wird eine Röntgenaufnahme gemacht. Die gründliche Untersuchung soll einschätzen helfen, ob die Weisheitszähne Probleme bereiten oder sich normal in den Kiefer einfügen werden.

Wenn ein oder mehrere Weisheitszähne zu Komplikationen führen, müssen sie normalerweise gezogen werden. Dazu genügt in der Regel ein ambulanter kieferchirurgischer Eingriff mit örtlicher Betäubung.
Früher wurden auch beschwerdefreie Weisheitszähne in der Regel gezogen. Eine Entfernung wird mittlerweile meist nur dann empfohlen, wenn Probleme auftreten oder absehbar sind.

Falls Sie Fragen oder Beschwerden haben, rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Praxis.

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